Umzug vollzogen

Wie geplant ist der AGV zum Jahresende 2012 von der Etage in der Schüruferstraße in die Friedhofskapelle umgezogen. Hier sind die Arbeiten zur Sanierung des historischen Baudenkmals vollständig abgeschlossen. Allerdings sind noch kleinere Restarbeiten in den neuen Räumen für Büro, Magazine und Bibliothek zu erledigen. Solange sind die Möbel und Sammlungen in dem großen Kapellenraum untergebracht. Die ersten öffentlichen Veranstaltungen in der Kapelle begannen im April.

Einen umfassenden Bericht über das Projekt und viele Fotos finden Sie in den Geschichtsblättern des AGV, Ausgabe 19 vom Dezember 2013.

Die Zeit der rasanten Industrialisierung in Aplerbeck Mitte des 19. Jahrhunderts am Beispiel der Aplerbecker Hütte

Voraussetzungen

Die wichtigsten Voraussetzungen waren

  1. der Ausbau der preußischen Staatsstraßen für die verkehrstechnische Erschließung in den Jahren 1788 - 1792,
  2. der Bau der Eisenbahnstrecke Dortmund – Hörde – Aplerbeck – Sölde – Unna und die Inbetriebnahme der Eisenbahnstation Aplerbeck mit Telegraphenstation im Jahre 1855,
  3. die preußische Gewerbeordnung von 1845: Hier wurden die Bedingungen für die Ansiedlung von Industrieanlagen festgelegt. Sie verlangte u. a. den Nachweis, dass Betriebe verkehrsgünstig lagen, so dass die Gemeindesiedlung möglichst wenig belästigt wurde. Dies traf sowohl für die Zeche "Schürbank" in Aplerbeck als auch für "Bickefeld Ost", für "Freie Vogel & Unverhofft" in Schüren und Zeche "Margarethe" in Sölde als auch für die neu entstehende Aplerbecker Hütte zu.

Am 23. Mai 2011 hatte der AGV die Gelegenheit, den Brunnen des ehemaligen Pälkenhofs Am Bornacker zu erforschen. Nachdem die Freiwillige Feuerwehr Aplerbeck unter der Löschzugführung von Andreas Macke den Brunnen leergepumpt und die Sauerstoffzufuhr im Brunnenschacht sichergestellt hatte, ging es in die Tiefe.

Die Brunnensohle liegt gut 5 m unter der Erdoberfläche. Die lichte Weite des runden Schachtes beträgt 1,20 m. Er besteht aus Ruhrsandstein, wobei die einzelnen Steine zwar nicht bearbeitet, aber sehr sorgfältig aufeinander geschichtet sind. Zum Inneren hin sind die Steine verwittert, mit abgerundeten Kanten. Der gesamte Schacht wirkt sehr einheitlich, ohne Reparaturstellen. Allerdings ist sein Verlauf nicht ganz gerade, es sind deutliche Ausbuchtungen zu sehen.

Am 13. Dezember 1959 explodierte im Aplerbecker Ortskern ein Mehrfamilienhaus. An der Marsbruchstraße wurden bei der Explosion, dem nachfolgenden Hauseinsturz und einem Feuer 26 Menschen getötet. An den Rettungsarbeiten beteiligten sich hunderte britische Soldaten aus den nahe gelegenen Kasernen. Dieses Video stammt von der Firma "British Pathé", die bis in die 70er Jahre die Wochenschauen für britische Kinos produziert hat.

Weitere Informationen zu diesem Ereignis finden Sie in Geschichtsblatt 16: Gasexplosion in Aplerbeck